Die Einsatzabteilung unserer Feuerwehr ist wohl die bekannteste Abteilung. Sie bewältigt das Einsatzaufkommen und ist rund um die Uhr für die Bürger unserer Stadt in Bereitschaft.

In der Einsatzabteilung der Feuerwehr Bebra tun zur Zeit 50 Einsatzkräfte im Alter von 17 bis 60 Jahren aktiv ihren Dienst. Ein jeder ehrenamtlich.

Die Aufgaben, die man bewältigen muss und die Anforderungen an jeden unserer Einsatzkräfte sind jedoch nicht verschieden von denen einer Berufsfeuerwehr, also hauptamtlichen Kräften. Jeder unserer Einsatzkräfte besucht regelmäßig Aus – und Fortbildungslehrgänge an Standorten in unserem Landkreis oder an der Hessischen Landesfeuerwehrschule in Kassel. Regelmäßig finden Übungsdienste statt, bei denen gezielt Einsatzszenarien praktisch nachgestellt und geübt werden oder auch theoretische Ausbildungsveranstaltungen über Themen, die unseren Einsatzdienst und unser Tätigkeitsfeld betreffen. Darüber hinaus hat jeder die Möglichkeit, wöchentlich Dienstsport zu betreiben um sich in Form zu halten. Jede Einsatzkraft ist sich seinen Aufgaben stets bewusst und stellt sich mit einer fundierten Ausbildung pflichtbewusst und mit der nötigen Ernsthaftigkeit seinen Herausforderungen.

Die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr lassen sich in vier verschiedene Bereiche unterteilen: "Retten, Löschen, Bergen, Schützen". Dem ein oder anderen mag dies auch als „Motto“ der Feuerwehr bekannt sein.

 Retten

Unter Retten verstehen wir, lebende Menschen oder Tiere aus möglicherweise lebensbedrohlichen Zwangslagen zu befreien.

Das kann zum Beispiel bei Bränden der Fall sein. Menschen oder Tiere könnten direkt durch Flammen oder Rauch in Gefahr sein, es gilt also sie aus dieser Notsituation zu befreien. Aber auch die Befreiung von verschütteten, abgestürzten, eingeklemmten oder anderweitig eingeschlossene Personen oder Tiere nach Verkehrsunfällen, Haushaltsunfällen, Arbeitsunfällen oder aufgrund technischer Defekte sind unter dem Begriff „Retten“ zu verstehen. Bei jedem unserer Einsätze gilt grundsätzlich: "Rettung vor allen anderen Aufgaben!"

Es wird immer zuerst versucht – sofern es die Einsatzsituation zulässt – Mensch und Tier aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Erst dann folgt die Erledigung unserer weiteren Aufgaben.

Löschen

Diese Aufgabe gab einst der Feuerwehr ihren Namen, sie ist jedoch immer mehr in den Hintergrund gerückt. Brände sind heute nur noch ein geringer Anteil des Einsatzaufkommens. Darunter sind Großbrände äußerst selten, meist sind es kleinere Feuer, die gelöscht werden.

Dies ist natürlich kein Grund, die Ausbildung im Bereich Brandbekämpfung zu verringern, im Gegenteil, sie ist sehr umfangreich. Wenn man Feuer bekämpfen will muss man Feuer kennen und seine Mittel einzusetzen wissen. In Zeiten moderner Löschtechnik ist dies unerlässlich.

Bergen

In den Medien hört man häufig, dass Menschen oder Tiere erfolgreich von der Feuerwehr geborgen wurden. Nicht ganz richtig, denn es wird deutlich zwischen Rettung und Bergung unterschieden. Für die Feuerwehr bedeutet der Begriff "Bergen", dass ein toter Mensch, ein totes Tier oder ein Gegenstand oder Sachgut aus einer Zwangslage befreit wird. Lebende Menschen oder Tiere werden "gerettet".

Einsätze dieser Art sind zum Beispiel die Befreiung eines bei einem Verkehrunfall ums Leben gekommenen Menschen, eines verendeten Tieres oder das Umladen und Sichern beschädigter Ladung.

 

 Schützen

Hier an letzter Stelle genannt, doch nicht von geringer Bedeutung, ist die Aufgabe „Schützen“. Das Betätigungsfeld in diesem Bereich ist vielschichtig. So ist diese Tätigkeit vielfach auch gleichzeitig bei den Tätigkeiten  Retten – Löschen – Bergen  zu bewältigen – zum Beispiel:

- Personen, die nicht unmittelbar mit dem Schadenereignis zu tun haben, aber als Zeuge oder Ersthelfer zu den Betroffenen gehören können können                                                                                  

- die Nachbarschaft oder das Umland bei Bränden

- Mitglieder anderer Rettungsorganisationen, die im Gefahrenbereich mit tätig werden müssen

- aber auch teilweise Menschen vor sich selbst, wenn sie bei Arbeiten der Feuerwehr, den Einsatzkräften allzu nah über die „Schulter“ schauen wollen.                                                                 

Aber auch präventiv können wir tätig werden:

Hierunter fallen alle Maßnahmen, die die Feuerwehr im Dienst zur Vorbeugung von Gefahren trifft. Dazu zählen Brandsicherheitsdienste bei Veranstaltungen mit großem Publikumsaufkommen und/oder besonderen Gefahren (z.B. offenes Feuer auf Veranstaltungsbühnen), die Brandschutzerziehung in Kindergärten und Schulen oder die Informationsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger über den vorbeugenden Brandschutz.                                                                                                                                           Diese Aufgabe ist für die Feuerwehr eigentlich die schönste, denn sie wird erfüllt, bevor ein Schadensereignis eingetreten oder jemand in Not geraten ist.

 

 

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